So taten wir uns zusammen und begannen mit dem Brainstorming...
Was können wir machen? Was wollen wir machen?
Und...
Wo wollen wir was machen?
Und...
Wollen wir überhaupt was machen?!
Da wir beide gern draußen sind und gern Wandern und Zelten gehen, kam die spontane Eingebung...
Wandern? Ja!
Zelten? Ja!
Wo?
Irgendwo...
So verging die Zeit und wir planten jeder für sich und bequatschten das ganze dann abends.
Nach einiger Zeit hatten wir uns dann entschieden... Es sollte für eine Woche nach Schweden gehen.
Die Route war relativ schnell festgelegt und ein Zeitplan war auch ausgetüftelt.
Der Zeitplan sah vor, dass wir an einem Wochenende losgehen und an dem anderen Wochenende vorraussichtlich wieder da ankommen, wo wir gestartet sind...
Perfekter Plan, mehr brauchts nicht.
Da der Termin immer näher rückte, gings ans Packen...
Was braucht man, was kann man alles tragen und was braucht man von dem, was man braucht wirklich?
Solcherlei beschäftigt, vergingen nochmal ein paar Tage. Rucksack packen, wieder auspacken, neu sortieren, wieder packen.
Irgendwann ist dann (hoffentlich) alles drin und was nicht drin ist, dass kommt eben draußen dran.
Und der Stichtag rückte in greifbare Nähe.
Also Rucksack und mich selbst ins Auto verfrachtet und ab gings gen Norden, ca 600 km Autobahn.
Im Sachsenländle angekommen, hieß es dann erst mal eine Lagebesprechung abzuhalten.
Denn gemütlich sitzen, Hopfenkaltschale schlürfen (bei den sommerlichen Temperaturen sehr zu empfehlen ;) ) und Kriegsrat halten ist ein unabdingbares Muss vor einer Reise.
Nachdem geklärt war, dass wir ungefähr das selbe eingepackt haben und wir bereit sind, dass ganze anzugehen, haben wir das Thema gewechselt und den Abend und die kühlen Getränke genossen.
Gibt ja viel zu erzählen, wenn man sich relativ selten sieht und nicht gerade in der Nachbarschaft wohnt.
Zu fortgeschrittener Stunde (irgendwann am Vormittag sollte der Zug uns gen Norden bringen) haben wir dann wieder zum debattieren angefangen.
Nach einigem Hin und Her... und noch viel mehr Her und Hin...
Haben wir uns dann kurzfristig umentschieden.
Zug gen Norden? Ja!
Aber nur bis Berlin, dort dann in den Flieger und weiter nach Kreta.
Da ists warm, da gibts Meer, und Wandern kann man da angeblich auch. xD
Also gings los...
Die Bahn... pünktlich isse, hams gsagt... entspannt reisen... hams gsagt...
Wir haben uns fürs entspannte Warten entschieden... ;)
Doch wir sind angekommen und haben nach einer ewigen Warteterei am Flughafen unseren Sitzplatz im Flieger eingenommen.
Über den Wolken...
Kann man entspannt nach unten gucken...
Unser Luxusliner ;)
Und jetzt hieß es erstmal den Tourie raushängen lassen und Sightseeing.
Ist das Kunst, oder kann das weg?
Irgendwo hier sollte ein Youth Hostel sein...
Gefunden!! =)
Schlafplatz gefunden. Im Freien schläft sichs immernoch am besten.
Der Wecker steht auch gleich nebenan. Wir haben noch gescherzt... frühs um 7 gings los...
Da brauchts keinen Kaffee... so schnell war ich selten wach xD
Einen schönen und seltenen Klassiker haben wir auch entdeckt. Nur leider hat das gute Stück nicht in den Rucksack gepasst.
Nachdem wir uns ein bisschen umgeschaut hatten und so langsam des Laufens müde wurden...
Bei knappen 35 Grad im Schatten...
Haben wir uns eine Autovermietung gesucht und einen kleinen Allrader ergattert.
Luxus pur der Kleine ;)
Der Tachometer wurde hier durch ein Schätzometer ersetzt. Das kann man nicht vorbestellen, das ist Sonderausstattung.
Und auf gings. Die Insel wollte erkundet werden.
Ob der sich bewusst gewesen ist, dass sein CooperS nicht so ganz für das gedacht ist, was er damit macht?
Wir wurden auf solchen Abschnitten des öfteren eines Besseren belehrt. Die Einheimischen sind etwas schmerzbefreiter was den Umgang mit ihrem Fahrzeug anbelangt, als wir.
Der einzige (so wurde uns gesagt) Süßwassersee Kretas.
Recht beschaulich, aber massiv überbevölkert. So blieben wir nur kurz und reisten dann weiter.
Der Hunger wollte auch gestillt werden und so sind wir im nächsten Ort in einer Pizzeria eingekehrt und haben ausgiebigst dinniert.
Irgendwann wurde dann eine megaphonverstärkte Stimme laut und rief irgendwas unverständliches (für uns, denn des Griechischen waren und sind wir nicht mächtig).
Nach ein paar Augenblicken kam dann das um die Ecke.
Wir haben dann vermutet, dass der gute Mann Stapelstühle zu Schleuderpreisen verkauft.
Ob sowas bei uns auch umsetzbar ist? ;)
Der Bierlieferant ließ auch nicht lang auf sich warten.
Ob das dann allerdings noch genießbar ist...?
Wir hatten dann erstmal genug von dem Trubel und haben uns wieder in unser Gefährt geschwungen und die Zivilisation hinter uns gelassen.
Auf der Suche nach einem schönen Strand, denn wenn man schon mal da ist, kann man ja auch Baden gehen.
Gefunden haben wir dann dieses schöne Fleckchen Strand.
Im Hintegrund sieht man noch den Touristenbereich. Ein Hotel, ein Strand und davor lagens wie die Sardinen... Warum sich keiner die Mühe gemacht hat, die paar Meter weiter zu gehen, ist uns nicht ersichtlich gewesen. Aber so hatten wir unsere Ruhe und den ganzen Strand für uns.
Nach der Erfrischung gings weiter mit der Erkundung.
Irgendwo da vorn muss irgendwas sein, also fuhren wir da mal hin und schauten nach.
Laut Karte waren das vielleicht 5 Kilometer.
Aber dass diese Karte nur eine grobe Richtlinie war, haben wir an so mancher Stelle noch erfahren dürfen. Der Straßenverlauf, den die Karte vorgab und der, den die Straße dann tatsächlich nahm, hätte unterschiedlicher nicht sein können. Es gab Ortschaften auf der Karte, die nicht existierten und es gab Ortschaften, die auf der Karte nicht erwähnt wurden.
Alles in allem sind wir aber meistens immer da rausgekommen, wo wir auch hinwollten.
5 Kilometer... xD
Wohin soll man flüchten, wenn die Sonne erbarmungslos vom Himmel brennt?
Auch den Ziegen wars zu warm.
Irgendwann hat dann die Schotterstraße ihren Tribut eingefordert und in unserem fahrbaren Untersatz fing irgendwas an zu klappern und alsbald viel das klappernde etwas auch auseinander...
Da wir sowiso keinen Ton verstanden haben und das Radio nur kurz in Betrieb hatten, war das kein allzu großer Verlust.
Mit etwas Klebeband hielt es dann auch wieder von alleine...
Nach den besagten 5 Kilometern sind wir dann doch am Ende der Straße angekommen. ;)
Da war aber schon jemand vor uns da...
Sah aus, als obs da hinten irgendwas zu sehen (oder doch umsonst?) gibt...
Ein beschauliches Plätzchen...
Doch... Der Tag war schon vorangeschritten...
Und eine Übernachtungsmöglichkeit war noch nicht gefunden.
Also wieder rein in unser Gadgettomobil und weiter düsen.
Irgendjemandem muss das J so sehr gefallen haben, dass er es unbedingt haben wollte...
Warum auch immer... aber so hatten wir endlich einen Namen für unser Fortbewegungsmittel...
Unser kleiner roter imny... brav war er der Kleine...
Nach ein paar Kilometern Asphalt...
Einem geparkten Stahlkolloss...
Und einem verlassenen Kadett... (Autos stehen hier gern einfach so rum, ist ja genug Platz da)
So wie dieser...
Doch zurück zur Schlafplatzsuche...
Langsam senkte sich die Sonne dem Horizont entgegen...
Nein, dies ist kein Standartbildschirmhintergrund von Windows XP, das ist selbst fotografiert.
Und es wurde Nacht...
Einen verlassenen Strand haben wir gefunden und beschlossen, dass wir hier die Nacht verbringen.
The day after...
Ich sah nicht wirklich besser aus. Aber ja... xD
Dafür hatten wir den gesamten Strand ganz für uns alleine, ohne Touristen und auch ohne Einheimsiche.
Langsam kam dann auch die Sonne hinter den Bergen hervor und wir beeilten uns, dass wir der Hitze entfliehen konnten.
Asphalt war uns zu langweilig. Imny hatte Allrad und wir waren stetig auf der Suche nach einer Alternativroute über Stock und Stein. ;)
Gefunden... =)
Das Navi war stets griffbereit... ;)
So sind wir dann den knappen halben Tag unterwegs gewesen...
Eine Ortschaft, ohne Einwohner... Aber dafür mit hilfreichen Schildern, denn auf der Karte gabs an dieser Stelle nix. xD
Wir waren jetzt mehrere Stunden unterwegs, ohne eine Menschenseele anzutreffen. Ohne, dass wir einen bewohnten Ort durchfahren hätten...
Dann... nach einer Kurve... trauten wir unseren Augen nicht...
Ein Tourist. Mitten im Nichts. Ohne Rucksack, ohne irgendwas. Nur mit Kamera bewaffnet.
Vielleicht wars eine Illusion... Weil auch nachdem es jetzt bergab ging, sind wir einige Stunden durch absolutes Niemandsland gefahren...
Gegen Schilder scheinen die Menschen hier auch was zu haben...
Nachem wir dann doch ein bewohntes Dorf gefunden hatten wurden wir von etwas lautem und verdammt schnellen überholt.
Mopedtuning für Fortgeschrittene ;)
Nachdem sich dann auch dieser Tag dem Ende neigte, sind wir wieder an einen Strand gefahren um unser Nachtlager aufzuschlagen.
Ich muss leider feststellen, dass ich davon keine Fotos hab...
Jedoch standen hier Wohnwagen, Wohnmobile und jede Menge Zelte. Also fast wie auf einem Campingplatz. Sehr gemütlich, sehr bequem. Hier hats uns so gut gefallen, dass wir einige male wieder zurückgekommen sind, um hier die Nacht zu verbringen.
Von hier aus, haben wir auch unseren Tagestrip zur Samariaschlucht angetreten.
Auf die Menschen muss man beim Fahren nicht so sehr achten, aber so eine Ziege ist doch sehr unberechenbar...
Den Schätzometer haben wir dann doch noch zu einem Tachometer umfunktioniert. Fährt sich um einiges entspannter, wenn man weiß, wie schnell man denn tatsächlich unterwegs ist.
Und jetzt ein paar Impressionen aus der Schlucht.
Am Ende des Tages haben wir uns mit einem spanischen Pärchen zusammen getan und die wohl atemberaubendsde Busfahrt unseres Lebens erlebt...
Die Erleichterung ist uns anzusehen...
Tags drauf ging es (natürlich auf Abwegen) weiter mit der Inselerkundung.
Nach diesem Ziegenpfad hatten wir dann auch erst mal genug vom Offroad gefahre...
xD
Leider sind das die einzigen beiden Bilder. Einmal der Anfang und einmal das Ende.
Zwischendurch hatten wir keine Zeit zum Anhalten, da gabs jede Menge spitzes Geröll und einen gerade noch so zu erahnenden Pfad, dem wir gefolgt sind.
Auch unser Imny hatte seine Meinung dazu... ;)
So haben wir uns dann entschlossen, dass wir die Erkundungstour auf Asphalt fortsetzen...
Wo uns allerlei Kuriositäten begegnet sind...
Angefangen von einem BMW M5, der irgendwie nicht aus den Puschen gekommen ist... xD
Über einen Umzugstransport...
Man beachte die fürsorgliche Ladungssicherung...
Und dann...
Ja dann...
Haben wir dieses Gefährt hier angetroffen...
Aber auch beim Straßenbauen haben sich die Insulaner ihre Gedanken gemacht...
Bäume sind wertvoll... also wird nicht der Baum gefällt, sondern die Straße drumrum gebaut.
Glaubt ihr nicht?
Seht selbst!
Am Ende unserer Inselerkundung haben wir noch ein paar spannende Orte gefunden...
Die angeblich erste Besiedlung der Insel.
Einen komplett abgeschieden liegenden Strand...
Nachdem aber im Wasser tote Fische geschwommen sind und wir uns irgendwie ein bisschen veralbert vorgekommen sind, sind wir wieder abgezogen.
Auch dieser Tag neigte sich dem Ende entgegen...
Nach einer weiteren Nacht am Strand haben wir uns dann allmählich auf den Rückweg gemacht.
Leider ist jeder Urlaub irgendwann vorbei...
Auf dem Weg nach Norden sind uns dann noch einige schöne Plätzchen untergekommen.
Natürlich nur über Abwege zu erreichen... :-P
Es werden aber nicht nur PKW am Straßenrand abgestellt...
Auch sowas bleibt nach Dienstschluss einfach stehen...
Unsere Fahrt wurde dann auf einmal sehr plötzlich untebrochen. Wir standen vor einer Straßensperre.
Die Insassen des Hyundai vor uns versuchten es mit Hupen und Rufen...
Aber die Herren Kontrolleure ließ sich nicht erweichen...
Irgendwann ist den beiden dann wohl der Geduldsfaden gerissen und sie haben sich irgendwie dran vorbei gequetscht.
Wir haben das aus einigem Abstand beobachtet. Und natürlich sehr viel gelacht.
Denn kaum, dass die sich da vorbei gequetscht hatten, sind die beiden Kontrolleure ganz gemütlich zur Seite gegangen und haben uns ohne viel Aufhebens durchgelassen. xD
In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. ;)
So brach dann der vorletzte Abend an...
Wir beschlossen diesen nochmal am Strand zu verbringen.
Denn Am Folgetag befanden wir uns schon wieder in der Stadt und schliefen wieder bei Sasa im Youth Hostel.
Nachdem wir nun einiges an Erfahrung im am Strand schlafen gesammelt hatten, viel unsere Konstruktion dementsprechend professioneller aus.
Und damit ging auch dieser Urlaub zu Ende...
To be continued...
